Projekt Hochbeet

Die Kinder werden größer und der in der Bauphase bereits ausgehobene Gartenteich, der mit einigen Kubikmetern Sand gefüllt viele Jahre lang vielen Kindern als Sandkasten diente, wurde im letzten Jahr nur noch von den Nachbarkatzen genutzt. Außerdem versuchten viele Gräser und Wildkräuter, diesen sonnigen Standort zu erobern. Hier musste sich etwas tun!

Vom ursprünglichen Plan, eine Wasserfläche im Garten anzulegen, haben wir uns schon vor längerer Zeit verabschiedet (Froschproblematik, Teichpflege, Mückenzucht…). Ein weiteres Stück Rasen wollte ich aber auf gar keinen Fall – auch wenn wir dann Boule hätten spielen können. 😉

Den Fotografen im Haus konnte die Anlage einer wie auch immer gearteten Pflanzfläche dahingehend überzeugen, dass er noch nie den Rasen, sondern stets Blumen, Sträucher oder Insekten mit der Kamera jagte. Sitzflächen haben wir im Garten genug und für unsere tragbare Feuerschale ist die Anlage einer fixen Feuerstelle nicht nötig. Damit hatte ich freie Hand, und konnte mir Gedanken über die Nutzung der sonnigen 18 Quadratmeter machen.

Nachdem mein Nutzgarten neben dem Parkplatz im letzten Jahr wegen mangelnder Zeit, schlechtem Boden und langer Schlauchwege aufgelöst worden war, hatte ich jetzt eine neue Chance auf selbstgezogene Kräuter und Salate. Weil ein kompletter Bodenaustausch des Sandkastens aber zu aufwändig und ein „üblicher“ Küchengarten in der Mitte unseres Gartens nicht „stylisch“ genug erscheint, suchte ich nach Alternativen.

Und wurde beim Blättern in Büchern und Zeitschriften fündig: Hochbeete!

Jetzt geht es also um die Form und Aufstellung der Hochbeete. Holzhochbeetkästen, die mit Teichfolie ausgekleidet werden, damit das Holz nicht verrottet, sind mir zu un-ök, das muss auch anders gehen.

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Meine ursprüngliche Idee, verzinkte Stahlbleche zu einem Ring zu biegen und so 80 cm hohe Rundbeete mit einem Durchmesser von 1,6 m zu erhalten, erwiesen sich nicht ohne großen (auch finanziellen) Aufwand) realisierbar. Entweder musste ich den Durchmesser deutlich verkleinern (also quasi Fässer ohne Boden in den Garten stellen) oder mich von der Kreisform verabschieden. Betonringe wären möglich, sind aber so schwer, dass man sie nicht mehr bewegt bekommt, wenn sie erst einmal liegen. Nö. Es sollte schon transportabel sein, zumal nach einigen Jahren Hochbeete neu aufgesetzt werden müssen, und das geht einfacher, wenn man den Rahmen einfach entfernen kann. Auf den Bildern sind einige Studien, wie große runde Hochbeete verteilt werden könnten.

Nun habe ich eine Lösung gefunden, die all meine Ansprüche zu erfüllen scheint: Gabionen.

Diese Drahtkörbe werden üblicherweise mit Steinen gefüllt und dienen als Mauern oder zum Abfangen von Hängen. Frank gefallen diese Steinkörbe, ich konnte damit nie etwas anfangen. Bis jetzt! Allerdings werden meine nicht mit Steinen gefüllt, sondern sollen einen Aufbau wie ein Hügelbeet erhalten. Aus unterschiedlich strukturierten Gartenabfällen wird jeweils eine Art Komposthaufen angelegt, dessen Aktivität für gute Erde und Wärme zum Wachsen führen soll. Damit die Erde nun nicht aus den grobmaschigen Körben fällt, werden diese innen mit einer Kokosmatte ausgeschlagen. Diese soll für einige Jahre verrottungsfest sein, ehe sie dann doch selbst wieder zu Erde wird. So zumindest die Aussagen der Hersteller.

Da die Position mitten im Garten auf jeden Fall beim Betreten des Gartens ins Auge fällt, soll die Gestaltung neben nützlich auch dekorativ sein. Und deswegen wird nicht gekleckert, sondern geklotzt… 🙂 🙂 🙂

Deshalb habe ich gleich fünf Gabionen bestellt, die auf dem Weg zu uns sind. Um diese möglichst effektiv und spannend aufzubauen, werde ich sie gruppieren. Eine erste Idee liegt bereits aus und sieht doch schon vielversprechend aus…

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Mein Ziel ist, auch meinen Pflanztisch zu integrieren und so alles beisammen zu haben. Außerdem wird die bisherige Stelle im Garten wohl von unserem Kanadier beansprucht werden… 🙂

 

Ich warte jetzt schon ganz  gespannt auf meine Körbe!